Integrationscoaching Gesundheit und psychosoziale Hilfen



Zielsetzungen

Auf Basis von Literatur und Erfahrungen ist davon auszugehen, dass ca. 40 bis 70 % aller Gefangenen in der Bremer JVA eine psychische Störung aufweisen (Bremische Bürgerschaft Drs. 19/1702, vom 05.06.2018). Geschätzt wird, dass etwa ein Drittel bereits vorher in psychiatrischer Behandlung war. Im Bereich der Bewährungshilfe sowie der Freien Träger ist mit vergleichbaren Größenordnungen zu rechnen.

Die Zielgruppe des Projektes sind Personen mit diagnostizierten und nichtdiagnostizierten psychischen Auffälligkeiten/ Störungen, die überwiegend krankheitsuneinsichtig sind und demzufolge eine psychiatrische Behandlung oder Vermittlung in geeignete Betreuungseinrichtung, ablehnen und/ oder für die es aufgrund ihrer Problemvielfalt (Doppeldiagnosen) in den einzelnen Hilfebereichen (aktuell) kein adäquates Hilfeangebot gibt. Das Modellprojekt möchte hier Arbeitsmöglichkeiten und Organisationsformen entwickeln.


Das Projekt will hier auf drei Ebenen ansetzen:
 

Integrationscoaching

Umgang mit den Klient:innen – Betreuung und Unterstützung. Hier sind als erster Schritt die entsprechenden Kontakte zu erstellen und das Projekt bekannt zu machen. Ansprechpartner:innen werden sein: der Entlassungsvorbereitungspool in der JVA, allgemein die JVA; die Sozialen Dienste der Justiz. Weitere Klient:innnen werden durch freie Träger ggf. zugewiesen werden. Mit den Klient:innen ist ein erster Kontakt zu erstellen und ihre Situation zu erfassen. Entsprechende Unterstützungsleistungen sind zu organisieren. Begleitung zu Ämtern und Behörden und anderen Einrichtungen; ggf. aufsuchende Arbeit; zentral: Motivationsarbeit; Planung und Regelung notwendiger Schritte zum besseren Alltagsmanagement; ggf. Vermittlung in geeignete Ausbildung und Beschäftigung. Unterstützung und Beratung zur Orientierung des Klient:innen im Hilfesystem – an „richtiges“ Hilfesystem weiterleiten und ggf. begleiten.
 

Vernetzung der Hilfesysteme

für psychisch kranke Menschen, suchtkranke Menschen, straffällige und wohnungslose Menschen, Erfassung der Möglichkeiten u.a. in diesem Bereich: Unterstützungsmöglichkeiten, welche Angebote, welche Fördermöglichkeiten – wie ist das System der Unterstützung für psychisch auffällige Personen in Bremen organisiert. Hier gilt es zum einen dieses System zu erfassen und zum anderen nach Möglichkeit ein entsprechendes Netzwerk anzuregen und aufzubauen. Angestrebt wird eine Verbesserung der Versorgung des Personenkreises. Dazu gehören insbesondere die Jobcenter, das Sozialamt, ansässige Ärzt:innen, das Gesundheitsamt, die Behandlungszentren, die Suchtberatungsstellen, das AfSD, die ZfW, die beteiligten freien Träger. Gesucht werden auch: besondere Anlaufstellen, Möglichkeiten in der Arbeitsförderung, Arbeitsgelegenheiten (bis hin zur Frage: benötigen wir hier einen geschützten Arbeitsbereich).
 

Das Krankheitsverständnis und den selbstverantwortlichen Umgang der Klient:innen mit gesundheitlich relevanten Themen fördern.

Erste Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass die besondere psychische Exposition der Betroffenen zwar häufig selbst von Ihnen wahrgenommen wird, dass aber das Verständnis von Erkrankung und der Umgang damit zumeist diffus sind und es deshalb oft kaum adäquate Reaktionsmöglichkeiten der Klient:innen geben kann. ( Bsp. „Eigenmedikation“ mit illegalen Substanzen aller Art). Hier wird von ihnen viel Zeit benötigt, um sich ihren Themen anzunähern. Vielfach besteht sogar der ausdrückliche Wunsch nach Unterstützung. Die meisten Klient:innen leider sehr bewusst unter ihren Süchten oder/ und Persönlichkeitsstörungen. Auch auf der somatischen Ebene neigen viele Teilnehmer:innen sozialisationsbedingt dazu, ihre gesundheitlichen Themen nicht ernst zu nehmen bzw. sich schlichtweg nicht mit ihnen zu beschäftigen. Deshalb ist diese Perspektive immer auch Teil der gemeinsamen Arbeit.

 

 

 

Gefördert durch:

 

 

 

 


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Integrationscoaching Gesundheit und psychosoziale Hilfen

 

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