EFS-Reduzierung


Ziel des Projektes

Ziel des Projektes ist es, durch ein aufsuchendes Beratungs- und Betreuungsangebot Inhaftierte, die eine Ersatzfreiheitsstrafe (EFS) in der JVA Bremen verbüßen, zu unterstützen. Im Fokus steht die Haftvermeidung, es wird eine vorzeitige Entlassung aus der Haft angestrebt, Anschlussvollstreckungen sollen vermieden werden.

Im Anschluss an die vorzeitige Entlassung steht dem Klienten ein weiterführendes sozialpädagogisches Betreuungsangebot zur Verfügung. Im Rahmen dessen wird zum einen die Tilgung der Restgeldstrafe bzw. der gemeinnützigen Arbeit begleitet, zum anderen erhalten die Klient:innen Rat und Unterstützung in lebenspraktischen Bereichen wie dem Kontakte zu Ämtern und Vermittlung an andere Fachstellen wie die Schuldner- oder Drogenberatung.So kann die wiederholte Inhaftierung aufgrund eskalierender, sozialer Probleme vermieden werden.


Zielgruppe


Das Projekt richtet sich sowohl an erwachsene Männer als auch Frauen, die eine Ersatzfreiheitsstrafe in der JVA Bremen verbüßen. Insassen, die neben der U- Haft oder einer Freiheitsstrafe zusätzlich eine EFS oder eine Geldstrafe zu tilgen haben werden ebenfalls aufgesucht.


Vorgehensweise


Es werden regelmäßig Sprechstunden im Männervollzug der JVA Bremen angeboten. Auf Antrag der Insass:innen sucht die/der Mitarbeiter:in die Klient:innen auf den Stationen auf. Im Rahmen einer Anamnese werden eine kurze Biographie, Suchterkrankungen, „Strafkarriere“, Arbeits- und Finanzsituation aufgenommen.

Hieraus werden individuelle Tilgungskonzepte entwickelt. Möglich sind z.B. Teilzahlungen mit anschließender Ratenzahlung, Abarbeitung über gemeinnützige Arbeit draußen oder DaybyDay in Haft. Zudem ist eine Auslösung möglich in dem der vollständige Betrag gezahlt wird oder eine Kombination verschiedener Maßnahmen.

Bei (drohender) Wohnungslosigkeit wird bei Bedarf direkt an den entsprechenden Fachdienst in der JVA, den EVB-Pool vermittelt. Je nach den individuellen Bedürfnissen kann auch eine Vermittlung an den IC Gesundheit, die Berufshilfe oder das Stadtticket extra erfolgen. Mit den zuständigen Rechtspfleger:innen bei der Staatsanwaltschaft werden die Tilgungsart und die folgenden Schritte abgestimmt.


Betreuung nach der Entlassung

Nach der Entlassung werden die Klient:innen bis zur vollständigen Tilgung der Geldstrafe begleitet. Sie haben die Möglichkeit die Raten in Bar im Büro einzuzahlen oder Belege für die Einzahlung vorzulegen. Im Falle der Ableistung über gemeinnützige Arbeit hält die Mitarbeiterin des Projektes regelmäßig Rücksprache mit der Abarbeitungsstelle. Hält ein:e Klient:in die Tilgungsvereinbarungen nicht ein, erfolgen umgehend entsprechende Maßnahmen.
Über den gesamten Betreuungsablauf ist die Mitarbeiterin fester Ansprechpartnerin für die Klient:innen, die jeweils zuständige Staatsanwaltschaft und für die Einsatzstellen.

 

 

 

 

 

 


Laden Sie sich den Flyer zum Thema herunter:
 


Verkürzung von Ersatzfreiheitsstrafen

 

Frau Proetzel
Telefon: 0421 - 616 31 00
Fax: 0421 - 61 31 97
proetzelnoSpam@online.de

Anschrift

Karl-Bröger-Str. 21
D - 28239 Bremen

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